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Auch beim geringsten Verdacht auf einen Schlaganfall muss sofort der Rettungsdienst oder Notarzt gerufen werden. Es gilt: Lieber ein nicht erhärteter Verdacht, als eine verlorene Chance! Je früher mit der Akut-Therapie des ischämischen Schlaganfalls in der Klinik begonnen werden kann, desto größer ist die Aussicht auf eine möglichst vollständige Rückbildung der Symptome.

Die folgenden sieben Schritte tragen bedeutend zur erfolgreichen Notfallbehandlung bei, die innerhalb des Zeitfensters von 60 - 90 Minuten erfolgen sollten:

  • Erkennen: Schnelles Erkennen von Warnsignalen (Patient/Angehörige)
  • Reagieren: Notruf – sofort alarmieren
  • Einstufung als höchste Priorität (Leitstelle)
  • Organisieren: Notfalltransport in eine geeignete Einrichtung, z. B. Stroke Unit (= spezialisierte Schlaganfall-Einheit) mit vorheriger Anmeldung und Meldung der Verdachtsdiagnose (durch Rettungsdienst)
  • Diagnostizieren: Schnelle und korrekte Diagnosestellung
  • Medizieren: Behandlung im Krankenhaus

Dr. med. Andreas Hachgenei

Im Rahmen der Initiative "Naheland gegen den Schlaganfall" lud Dr. med. Hachgenei die Bevölkerung zu einer Vortragsreihe ein. Dr. med. Andreas Hachgenei - Ärztlicher Direktor der Glantal-Klinik Meisenheim - berichtete neben den oben genannten Regeln der Akutversorgung über die Alarmzeichen des Schlaganfalls, die Risikofaktoren und die Möglichkeiten einer Prävention. Geboten wurde zudem ein informativer Austausch zum Thema Schlaganfall. Auch die Möglichkeit zur Diskussion wurde stets gern angenommen. Die Veranstaltungsreihe lief so erfolgreich, so dass daraus schnell eine "Werbefahrt" mit dem eigenen PKW wurde. Dem umfangreichen Engagement war es zu verdanken, dass das Motto der Schlaganfallaufklärung "Schlaganfall - ein Notfall", stets präsent im Raum Meisenheim und Umgebung war.